24.09.2016 TLZ-Vergleich in Schmölln


Ausschreibung + Zeitplan für den TLZ-Vergleichskampf in Schmölln wurde eingestellt.

(30.07.2016/tlv)

 

Thüringer Sportabzeichentag

Philipp Reinhardts Engagement mit Platz zwei belohnt

Eine kleine, aber feine Delegation vertrat am vergangenen Wochenende die Farben Thüringens bei der U23-DM in Wattenscheid. Neun Athleten aus fünf Vereinen gingen für den Freistaat an den Start. Die einzige Medaille holte Philipp Reinhardt (LC Jena) über 3.000 Meter Hindernis. Er musste sich Patrick Karl (8:44,44 min) in einem packenden Zweikampf in 8:44,60 Minuten geschlagen geben. Zudem testeten einige jüngere Athleten ihre Form mit Blick auf die U18/U20-DM in Mönchengladbach (29. bis 31. Juli).

So richtig kam Reinhardt in dieser Saison noch nicht in Fahrt. „Er hatte einige Probleme und suchte immer wieder nach Möglichkeiten, sich im Wettkampf zu beweisen“, sagte Rico May. Seit Anfang des Jahres hat sich der Hindernisspezialist dem LC Jena angeschlossen. „Er studiert in Jena Medizin, hat bei uns mittrainiert, so dass wir ins Gespräch kamen und er sich uns angeschlossen hat“, erklärt May und verweist darauf, dass er weiterhin von seinem Heimtrainer Armin Göckeritz betreut wird. Ebenso bleibt er seinem alten Verein, SV Einheit Worbis, als Mitglied erhalten.

Bei den deutschen Meisterschaften in Kassel lief es weniger rund für den 22-Jährigen, der in 9:03,44 Minuten den neunten Rang belegte. Die aufkommenden Zweifel verflogen nun in Wattenscheid. Bei der U23-DM hatte er sich eigentlich die Titelverteidigung auf die Fahnen geschrieben. Patrick Karl (TV Ochsenfurt) sollte sich als hartnäckiger Konkurrent erwiesen. Im Gleichschritt liefen beide dem Ziel entgegen. Mit dem besseren Ende für Karl, der sich den Titel holte. „Philipp war keineswegs traurig über den zweiten Platz. Er hat nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen. Noch dazu mit einer neuen persönlichen Bestleistung“, freute sich May über die Leistung.

Schritt für Schritt nähert sich Constanze Dietzsch ihrer alten Form. Die Sprinterin des TSV Zeulenroda, die von May trainiert wird, kommt nach Verletzungsproblemen so langsam wieder in Schwung. „Im April, wo eigentlich die Grundlagen gelegt werden, musste sie drei Wochen pausieren. Sie hatte immer wieder Probleme mit dem Rücken“, erklärte May ihren Leistungsrückstand. Anfang Mai startete das Training, die Leidenszeit vorbei. Doch diese drei Wochen fehlen ihr nun. Die Zeiten in ihren Wettkämpfen seien stabil, aber der Ausreißer nach oben fehle. In Wattenscheid war die 19-jährige über 100 und 200 Meter gemeldet. Im Vorlauf und Zwischenlauf über 100 Meter stand jeweils eine Zeit von 12,03 Sekunden zu Buche. „Sie ist stabil, aber das Ziel ist unter 12 Sekunden zu laufen.“ Die 200 Meter testete sie nur an und ließ aufhorchen. Ihre 24,88 Sekunden bedeuteten Saisonbestleistung. „Aus Belastungsgründen haben wir auf den B-Endlauf verzichtet“, sagt May, der bei ihr zuversichtlich auf die nationalen Jugendtitelkämpfe am kommenden Wochenende in Mönchengladbach schauen kann.

Über 100 Meter Hürden boten Tabea Winkler, Emelie Kohler und Rebekka Schubert (alle LC Jena) gute Leistungen, die als Formtest für Mönchengladbach galten. „Die Zeiten waren zweitrangig. Die Hauptsache war, dass sie Wettkampfluft geschnuppert haben. Für die U20-DM haben sich alle drei erstmalig qualifiziert.“ Die gemeldete Cynthia Weis hatte auf einen Start verzichtet. „Sie ist ein bisschen verletzt. Dass wir sie in Wattenscheid nicht haben starten lassen, das war eine Vorsichtsmaßnahme“, sagte May. Ebenfalls nichts riskieren wollte Speerwerfer Tom Meier, der sich statt Wettkampf für ein weiteres Training entschied. Nach einem Kreuzbandriss, den sich der Jenenser bei der U20-DM im vergangenen Jahr vor heimischer Kulisse zugezogen hatte, tastet er sich langsam wieder heran. Anfang Juni beim heimischen Speerwurfmeeting standen 67,04 Meter auf der Anzeigetafel.

Etwas unter seinen Möglichkeiten blieb Dimitri Antonov (ASV Erfurt), der im Dreisprung nicht über 14,70 Meter und Rang sechs hinauskam. Einen Platz unter den Top Ten sicherte sich Luisa Frech (LG Ohra Energie) im Dreisprung. In dieser Saison schon knapp über 12 Meter gesprungen, blieb sie nun mit 11,48 Metern etwas darunter und sicherte sich Platz neun. Für Anton Senft (SG Motor Arnstadt) ging es im Hochsprung nicht höher als 1,95 Meter hinaus, obwohl er in dieser Saison bereits 2,04 Meter übersprang. Mit dem Diskus steigerte sich Hans-Peter Hannighofer (ASV Erfurt) von Versuch zu Versuch und blieb im dritten Durchgang mit 45,64 Meter nur knapp unter seiner persönlichen Bestleistung (45,86 m). In einem starken Feld reichte es für ihn zu drei Versuchen und Rang 14.

(25.07.2016/S.Arm)

 

Eleni Frommann holt mit der Sprint-Staffel WM-Bronze

Es muss ein wahnsinnig geiles Gefühl sein, wenn man mit der Staffel beim internationalen Höhepunkt zu einer Medaille läuft. Was für ein Abend, was für ein Rennen: Nachdem die deutsche 4x100-Meter-Staffel der männlichen U20 am Samstag bei den U20-Weltmeisterschaften im polnischen Bydgoszcz mit Bronze und einem neuen deutschen U20-Rekord (39,13 sec) glänzte, legte das weibliches Pendant mit Saisonbestleistung nach. Katrin Fehm, Keshia Kwadwo, Eleni Frommann und Chantal Butzek sprinteten in 44,18 Sekunden ebenfalls zu Bronze. Die 4x400-Meter-Staffel mit Julian Wagner (Erfurter LAC) kämpfte sich am Schlusstag mit Saisonbestleistung (3:08,13 min) auf den fünften Rang.

Vor zwei Jahren stand Eleni Frommann (LC Jena) auf der Tribüne. Als Ersatzläuferin verfolgte sie das Finale der deutschen 4x400-Meter-Staffel bei der U20-WM in Eugene/Oregon (USA) und brüllte von draußen am lautesten. Eigentlich war die damals 17-Jährige auf Position drei für das Finale fest eingeplant. Kurzfristig fiel sie verletzungsbedingt aus, so dass völlig überraschend Hürdenläuferin Laura Gläsner (SV Germania Helmstedt) zum Einsatz kam. Die deutsche Staffel präsentierte sich geschlossen stark, bewies Kampfgeist und holte hinter den USA (3:30,42 min) und Großbritannien (3:32,00 min) in 3:33,02 Minuten sensationell Bronze. Auf das Podest durfte die Jenenserin damals zwar nicht, aber WM-Bronze hatte sie schon gewonnen.

Zwei Jahre später: andere Stadt, anderes Stadion, andere Staffel. Frommann nun für die Staffel über 4x100 Meter nominiert, gab sich im Vorfeld der WM selbstbewusst. „Es wäre wahrlich gelogen, wenn wir nicht schon darüber nachgedacht haben, eine Medaille zu holen.“ Sie wusste um das große Potenzial des Quartetts, das Anfang Mai beim Läufermeeting in Pliezhausen in 44,25 Sekunden mit Weltjahresbestleistung aufhorchen ließ. Über solch eine Leistung zu reden, ist das eine, es erneut auf die Bahn zu bringen, das andere. Das große Plus: das Quartett ist eingespielt, ging in dieser Formation bereits bei der Sparkassen-Gala in Regensburg (5. Juni) und bei der Junioren-Gala in Mannheim (25. Juni) an den Start. „Die Wechsel verliefen alle reibungslos. Es war kein Wettkampf dabei, wo etwas daneben ging“, hatte Frommanns Heimtrainer Rico May beobachtet.

In Bydgoszcz musste zunächst der Vorlauf überstanden werden. Zunächst brachte Johanna Bechthold (LG Olympia Dortmund) als Startläuferin die Staffel auf Kurs, sie übergab an U18-Europameisterin Kwadwo (TV Wattenscheid). An Position drei spielte Frommann ihre ganze Erfahrung in der Kurve aus und übergab den Staffelstab an Schlussläuferin Butzek (LC Paderborn), die ihn sicher in 44,73 Sekunden ins Ziel brachte. Das Quartett sah mit Blick auf den Endlauf noch gehörig Luft nach oben. Am Folgetag belohnte sich das Team mit einer starken Leistung für die vergangenen Monate. Hinter den USA (43,69 sec) und Frankreich (44,05 sec) trumpften die deutschen Mädels in 44,18 Sekunden groß auf.

Die Bronzemedaille war für Frommann das i-Tüpfelchen auf eine tolle WM. Die Nominierung für einen Staffelplatz erfüllte die 19-Jährige ebenso mit Stolz wie ihr Einzelstart über 200 Meter. Das bedeutete zugleich ein gehöriges Pensum. So stand sie am Freitag gleich drei Mal am Start. Zunächst in der Mittagshitze über 200 Meter. Ihren Vorlauf schloss sie als Dritte in 23,79 Sekunden ab und qualifizierte sich souverän für das Halbfinale, das noch am Abend stattfand. Zwischendurch nahm sie die Hürde Vorlauf mit der Staffel. Abschließend folgte um 21.14 Uhr das Halbfinale über ihre Paradestrecke, das sie als Siebente in 24,22 Sekunden ohne das große oder kleine Q (es steht für Qualifikation) abschloss.

„Die Gesamtbelastung war nicht einfach zu verkraften. Sie war von 10 Uhr bis zu ihrem letzten Lauf im Stadion. Diese Situation kannst du nicht trainieren“, sagte May über die enorme Belastung. Als er sie am späten Abend am Telefon hatte, wirkte sie verständlicherweise „total platt“. Mit dem Einzug ins Halbfinale hatte die erfahrene Athletin ihr großes Ziel bereits erreicht. „Das Finale wäre nicht realistisch gewesen“, wusste auch May.

Das Finale peilte Julian Wagner mit der 4x400-Meter-Staffel an. Was das DLV-Quartett schon im Vorlauf auf die Bahn zauberte, hatte Respekt verdient. Hinter den USA (3:07,87 min) liefen Manuel Sanders (TSG Dülmen), Wagner, Fabian Dammermann (LG Osnabrück) und Marvin Schlegel (LAC Erdgas Chemnitz) in 3:08,50 Minuten auf Rang zwei. Der Lohn war ein großes Q sowie Saisonbestleistung. Am Schlusstag der WM sorgte die Nachwuchsstaffel mit einer kämpferischen Leistung für einen tollen Schlusspunkt. Sie wusste sich im Vergleich zum Vorlauf noch einmal zu steigern und verbesserte sich auf 3:08,13 Minuten. Den Titel sicherte sich die USA (3:02,39 min).

(25.07.2016/S.Arm)

U16 DM-Einzel / Sportler-Befragung

Sehr geehrte Damen und Herren,liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

die wissenschaftliche Begleitung des Wettkampfsystems im Jugendbereich ist ein wichtiger Bestandteil des
Beschlusses des Verbandsrats von 2013. Aktuell erfolgt nun die Online-Befragung der Teilnehmer/innen
an den DM U16-Einzel am 6.-7. August in Bremen.

Diese Sportler-Befragung stellt den Abschluss der dreijährigen wissenschaftlichen Evaluation dar.
Aus den Untersuchungen werden wertvolle Hinweise für die weitere Entwicklung der Jugend-Leichtathletik gewonnen.
Eine hohe Beteiligung der Sportlerinnen und Sportler ist für die Aussagekraft der Untersuchungen sehr wichtig.

Wir möchten Sie bitten, das beigefügte Anschreiben an alle diesjährigen Teilnehmer/innen an den DM U16
weiterzuleiten. Bitte unterstützen Sie eine möglichst hohe Beteiligung an der Online-Befragung und ermuntern
Sie die Athletinnen und Athleten zur Teilnahme.

Sportler U16:              www.soscisurvey.de/DLV/

Vielen Dank für die Unterstützung und herzliche Grüße
Bärbel Wöckel
(25.07.2016/tlv)
 

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